Lektion 1: Vereinfachte Editionen Windows Vista kam in vielen verschiedenen Versionen (Home, Home Premium, Ultimate etc.) auf den Markt und sorgte bei Kunden dadurch für Verwirrung. Abgesehen von der Server-Version, liefert Apple sein Betriebssystem Mac OS X 10.5 Leopard in einer einzigen Version aus. Würde Microsoft die Versionen von Windows 7 im Vergleich zu Windows Vista auch nur halbieren, wäre dies laut Techradar.com ein Schritt in die richtige Richtung.
Mac OS X Leopard - Dashboard mit Widgets
Lektion 2: Optische Hingucker Bislang sieht Windows 7 wie eine leicht weiterentwickelte Version von Vista aus. Das ist keine schlechte Sache: Schließlich sah jedes neue Mac OS seinen Vorgängern ähnlich, bot jedoch jedes Mal feine Neuerungen, die dem System einen eigenständigen Look verliehen. Zum Beispiel das Dashboard mit seinen praktischen Widgets oder die 3D-Tunnel-Ansicht der Time Machine. Diese optischen Effekte haben zwar nur einen geringfügigen Nutzen, sie können den Anwender jedoch in ihren Bann ziehen. Microsoft sollte ein paar eigenständige Optik-Highlights in Windows 7 integrieren, um eben diesen Wow-Effekt zu erzielen.
Lektion 3: Weniger Benachrichtigungen Das vielleicht Beste an OS X ist die Tatsache, dass man es in der Hälfte der Zeit überhaupt nicht bemerkt. Die System-Oberfläche ist simpel, minimalistisch und komplett anpassbar. Zudem belästigt OS X den Nutzer nicht ständig mit irgendwelchen Warnhinweisen, oder der verhassten Benutzerkontensteuerung, die Microsoft mit Windows Vista einführte. Im momentanen Stadium scheint Windows 7 auf diese Problematik einzugehen, d. h. man kann dem System mitteilen, welche Benachrichtigungen man erhalten möchte. Hoffen wir, dass Microsoft diese Entwicklung konsequent durchziehen wird.
Mac OS X Leopard - Spotlight Suche
Lektion 4: Unsichtbare Sicherheitssysteme und Backups Essentiell für die Sicherheitssysteme eines Betriebssystems ist die Tatsache, dass sie dem Anwender nicht ständig dazwischen funken. Zugegeben, dies dürfte für Microsoft wesentlich schwerer sein als für Apple. Schließlich sind Windows-Betriebssysteme ein wesentlich beliebteres Ziel für Angriffe. Darüber hinaus sollte ein aktuelles Betriebssystem eine einfach zu bedienende Backup-Lösung bereits integriert haben. Hier nennt Techradar.com die Time Machine als Paradebeispiel. Nachholbedarf für Microsoft?
Lektion 5: Eindeutige Namensgebung Microsoft sollte damit aufhören seinen Produkten und Funktionen umständliche Namen zu verpassen, die anscheinend zu oft von Marketing-Textern verfasst werden. Beispiel: Die Windows-Echtheitsprüfung heißt in der Microsoftsprache "Windows Genuine Advantage". Was soll das eigentlich heißen? Und in Windows 7 scheinen sich diese Fehlgriffe bereits jetzt zu wiederholen. So benennt Microsoft in der Pre-Beta von Windows 7 das Windows Security Center (Sicherheitscenter) in Windows Solution Center (Lösungscenter) um. Das hört sich vielleicht positiver an, aber es erklärt die Funktion nicht.
Lektion 6: Produkt-Registrierung Die gesamte Prozedur ist umständlich. Bei der Installation von Windows muss man einen langen Registrierungsschlüssel eingeben und anschließen muss man das Betriebssystem über das Internet aktivieren. Tauscht man Komponenten des Systems aus muss man es erneut aktivieren. Bei der Installation von Mac OS X muss man nicht einmal eine Seriennummer eingeben.
Lektion 7: Einfache Suche Zugegeben diesen Negativ-Vergleich von techradar.com können wir nicht nachvollziehen. Schließlich führte Microsoft mit Windows Vista ebenfalls eine einfache, schnelle und Funktionale Suche (im Startmenü) ein, die eine Systemweite Suche ermöglicht. Das Gegenstück von Apple hört auf den Namen Spotlight und funktioniert ebenso gut.
LINK - Großer Oberflächen-Vergleich: Windows Vista gegen Mac OS X